Nachteile/Risiken des Screenings sowie weitere Fragen
Strahlendosis
Weltweit haben zahlreiche Expertengremien die Frage zu Nutzen und Risiko einer regelmäßigen Röntgenuntersuchung gesunder Frauen und Mammographie-Screening sorgfältig überprüft. Das Ergebnis ist:
„Die Gefahr, durch die für Mammographie notwendige Strahlendosis Brustkrebs hervorzurufen, ist um Faktoren geringer als das natürliche Risiko einer Frau, Brustkrebs zu bekommen. Die Vorteile der Früherkennung überwiegen deutlich das minimale Risiko durch die Anwendung der für die Mammographie notwendige Strahlendosis.“
„Falscher Alarm“: Wenn von 3 erfahrenen Befundern eine Auffälligkeit gefunden wurde, werden Sie für ergänzende Untersuchungen, die zum Teil sicherheitshalber durchgeführt vwerden, einbestellt. Tatsächlich findet sich nur bei ca. 20% der Auffälligkeiten schlussendlich ein Brustkrebs. Bei vier von fünf Frauen, bei denen eine Auffälligkeit festgestellt wurde, erweist sich diese schlussendlich als gutartig. Die Abklärung gutartiger Veränderungen ist leider unerlässlich, um bösartige Veränderungen in frühem Stadium zu finden.
Die oben genannten zusätzlichen Abklärungen werden auch „falscher Alarm“ genannt. Will man Brustkrebs frühzeitig entdecken, so muss man auch diskreten Veränderungen nachgehen. Das heißt, man muss sie näher „abklären“. Um falschen Alarm möglichst gering zu halten unterliegen alle Befunder einer strengen Qualitätskontrolle und werden kontinuierlich geschult.
Sogenannter „harmloser Krebs“
Letztlich ist zu erwähnen, dass bei einem Früherkennungsprogramm auch Brustkrebs oder Vorstadien gefunden werden können, die auch ohne Behandlung nicht zum Tode führen würden. Das hängt von Ihrem Alter ab, von Ihren anderen Lebensrisiken und von biologischen Faktoren.
Die Höhe des Risikos lässt sich anhand verschiedener Faktoren heute bereits relativ gut abschätzen. Je nach individueller Konstellation kann damit die moderne Behandlung so angestimmt werden, dass das verbleibende Restrisiko minimiert wird bei möglichst geringer Belastung der betroffenen Frau. Diese Behandlung variiert je nach Zellart und Befundausdehnung . In keinem Fall wird heute bei „harmlosem Krebs“ oder Vorstadien Chemotherapie eingesetzt. In die Wahl der angemessenen Behandlung werden Sie einbezogen. Eine umfassende Aufklärung ,bei der alle Ihre Fragen beantwortet werden können, steht Ihnen vor Beginn jeder Behandlung zu
Kann der Druck bei der Mammographie schaden?
Nein. Durch Druck kann Krebs an keiner Stelle des Körpers entstehen.
Zeit des Wartens
Warten auf den Befund: In diesem Programm erhalten Sie nicht sofort nach der Mammographie einen Befund. Grund dafür ist, dass jedes Mammogramm von 2 erfahrenen Befundern unabhängig voneinander befundet wird. Alle Auffälligkeiten werden zusätzlich auch vom programmverantwortlichen Arzt oder seinem Stellvertreter zusammen mit den Befundern begutachtet. Dieses Verfahren benötigt aber etwas Zeit. Ihr Befund wird in der Regel sieben Werktage nach Erstellung an Sie abgeschickt. Es ist nachgewiesen, dass hierdurch eine deutliche Erhöhung der Brustkrebsentdeckung bei gleichzeitiger Verrinderung von falschem Alarm erreicht wird.
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Eine Empfehlung zur Abklärung bedeutet
Deshalb: Nehmen Sie den Abklärungstermin wahr.
Die Abklärung wird von Ärzten durchgeführt, die spezielle Erfahrung mit kleinen, oft nur mit Mammographie sichtbaren Befunden haben.
Die Abklärung wird so schonend wie möglich durchgeführt (zunächst Bildgebung, ggf. Nadelbiopsie, weitestgehende Vermeidung von Operationen und schlussendlich gutartigen Befunden). Sie folgt internationalen Standards. Jeder Schritt wird mit Ihnen besprochen.
Referenzzentrum Mammographie München
Einsteinstr. 3
81675 München
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