Qualitätssicherung im Deutschen Mammographie-Screeningprogramm (DMS) nach BMVÄ?
Die Vorteile des Screenings sind nur bei höchster Qualitätssicherung erreichbar. Gleichzeitig dient die Qualitätssicherung dazu, eventuelle Nachteile zu minimieren.
Die Qualitätssicherung umfasst die kontinuierliche Überprüfung aller Geräte, Ausbildung des gesamten in Mammographie-Screening und Abklärung arbeitenden Personals, anonymisierte Ergebnisüberwachung von der Screeningmammographie bis zur Operation sowie regulierende Maßnahmen.
Diese Qualitätssicherung wurde in einem Gesetzeswerk für Deutschland niedergelegt (BMVÄ = Bundesmantelvertrag für Ärzte und KFU = Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Der BMVÄ folgt den Europäischen Leitlinien und ist die Gesetzesgrundlage für das Deutsche Mammographie-Screening, das in Bayern umgesetzt wird. Dieses Screening entspricht der in Deutschland einzig zugelassenen Form des Screenings und findet nur in zertifizierten Mammographie Einheiten statt.
Was können Sie (bei regelmäßiger Teilnahme) erwarten?
· Sie erhalten eine Mammographie und ggf. (sofern erforderlich) Abklärungsuntersuchungen auf qualitativ sehr hohem Niveau.
· Die meisten Brustkrebse, die gefunden werden, werden durch das Screening bei beschwerdefreien Frauen in der Regel in frühem Stadium entdeckt. Hierdurch können Leben gerettet werden. Es besteht viel häufiger die Möglichkeit einer brusterhaltenden Operation sowie einer schonenden Operation der Achselhöhle (Sentinel-Node-Methode). Chemotherapien können in frühem Stadium häufiger vermieden werden. Eine Strahlentherapie ist bei brusterhaltendem Vorgehen aber immer notwendig, da nur so das Risiko eines Rezidivtumors deutlich vermindert werden kann.
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